06.02.2018

Senat zeichnet Studierende für hervorragende Abschlussarbeiten aus

 

Mönchengladbach, 6. Februar. In einer Feierstunde hat der Senat der Hochschule Niederrhein hervorragende Abschlussarbeiten des vergangenen Jahres mit dem Senatspreis ausgezeichnet. In vier Kategorien wurden insgesamt sieben Studierende prämiert. „Erfolg ist nicht selbstverständlich. Deswegen freue ich mich, dass wir heute Abend besonders gute Abschlussarbeiten auszeichnen dürfen“ sagte die Senatsvorsitzende Prof. Dr. Dagmar Ackermann im Rahmen ihrer Begrüßungsansprache.

 

In der Kategorie „Anwendungsorientierung“ durften sich Lara Sieben aus dem Fachbereich Sozialwesen und Oliver Christoph Scholz aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften über jeweils 500 Euro freuen. Lara Sieben beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit der psychosozialen Beratung von Flüchtlingen, die an posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leiden. In der Praxis führt die große Anzahl von geflüchteten Personen mit PTBS die Regelversorgung an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Deshalb regt die Preisträgerin an, über zusätzliche komplementäre Versorgungsmodelle nachzudenken. Erarbeitet hat sie hierfür einen Leitfaden für die psychosoziale Beratung von Flüchtlingen mit PTBS. Scholz befasste sich in seiner Bachelorarbeit mit den Rechtsproblemen und steuerlichen Auswirkungen der Ausgliederung einer Profiabteilung am Beispiel eines Fußballvereins.

 

Auch in der Kategorie „Innovation und Kreativität“ durften sich gleich zwei eingereichte Arbeiten über eine Prämierung freuen. Davina Niebusch aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik erhielt den Preis für ihre Masterarbeit „Visible Black“. Darin entwickelte sie flexible Leuchtelemente, die in einen selbstentworfenen schwarzen Mantel integriert wurden. Sarah Watta Baum (Fachbereich Design) erhielt den Preis für die Masterarbeit „Das Wesen industriell gefertigter Güter in ihrer Rolle als neues Objekt“.

 

„Eine überzeugende Verknüpfung von Theorie und Anwendung“, schreibt die Jury, in der die Preisträgerin den aktuellen Diskurs zum Thema Recycling und Re-Use historisch und anwendungsbezogen analysiert und gleichzeitig gestalterisch umsetzt. So entwickelt sie für gebrauchte, industriell gefertigte Güter eine neue Ästhetik. Neben einer inspirierten Produktpalette umfasst die Arbeit ihre Firmengründung, die Namensgebung, die Gestaltung des eigenen Ladenlokals sowie einen Webauftritt und das Ausstellungs- bzw. Vermarktungskonzept.

 

Elena Schüll (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik) sowie Max Wertenbruch heißen die Preisträger in der Kategorie Forschung. Schüll entwickelte in ihrer Bachelorarbeit ein mikrowellengestütztes Ausrüstungsverfahren zur Färbung und UV-Schutzausrüstung von Polyestergeweben. Durch ihre Lösung konnte die Prozessdauer wesentlich verkürzt werden unter gleichzeitiger Reduzierung der Prozesstemperaturen. Wertenbruch verfasste seine Bachelorarbeit zum Thema „Eine theoretische und numerische Analyse des Ranque-Hilsch Wirbelrohres“. Neben Versuchen und Berechnungen hat er Strömungssimulationen durchgeführt, um seine theoretischen Überlegungen zu verifizieren.

 

In der Kategorie „Regionaler Bezug“ hat sich Dennis Oprych aus dem Fachbereich Chemie durchsetzen können. Seine Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Diodenlasern zur energiesparenden Trocknung und Verfestigung von Lacken. Mit dieser neuen Trocknungsmethode für Lacke können Ofenprozesse durch photonische Produktionsprozesse ersetzt werden, wodurch ein schonenderer Umgang mit Ressourcen erreicht wird. Diese Ergebnisse sind für die regionale Lackwirtschaft am Niederrhein interessant und bestärken die Rolle der Hochschule Niederrhein als regionales Oberflächenzentrum.

 

Pressekontakt: Tim Wellbrock, Referat Hochschulkommunikation, Tel.: 02151 822-2934, E-Mail: tim.wellbrock@hs-niederrhein.de

Von links: Davina Niebusch, Oliver Christoph Scholz, Elena Schüll, Max Wertenbruch, Lara Sieben, Dennis Oprych und Sarah Watta-Baum.


Autor: Tim Wellbrock